Cloud und Alarmanlagen – die Zukunft in der Wolke – VSÖ, WKO und EN ready4cloud?

Cloud und Alarmanlagen – die Zukunft in der Wolke – VSÖ, WKO und EN ready4cloud?

Cloud-Computing … umschreibt den Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen (z. B. Rechenkapazität, Datenspeicher, Netzwerkkapazitäten oder auch fertige Software) dynamisch an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Aus Nutzersicht scheint die zur Verfügung gestellte abstrahierte IT-Infrastruktur fern und undurchsichtig, wie von einer „Wolke“ verhüllt…

so versucht Wikipedia  den Cloud-Begriff zu erklären…

Der private Anwender wird Cloud-Computing eher mittels Google Mail oder Dropbox einsetzen. Man bekommt Speicherplatz zugewiesen, den man von jedem PC aus nützen kann und kann dort seine Daten ablegen.

  • Wo die Daten physikalisch gespeichert werden (auf welcher Festplatte, welches Servers, in welchem Rechenzentrum, in welchem Land) ist einem dabei egal.
  • Ob die Server in einem gesicherten örtlichen Umfeld (Rechenzentrum mit Sicherheitsrichtlinien) stehen, egal.
  • Wenn die Daten nicht mehr vorhanden sind, auch egal.
  • Wer noch aller Zugriff auf die Daten hat auch egal.
  • Datenschutz von personenbezogenen Daten und Speicherung auf US Servern, auch egal.

Und dieses Beispiel bringt die Problematik recht gut auf den Punkt ;-)

Auch Alarmanlagen nutzen immer mehr die Vorteile von Cloud und werden in den nächsten Jahren in diese Richtung gehen.

Bisher sah die Alarmanlagenwelt einfach aus:

Daten (Codes, Protokolle usw.) wurden vorort beim Kunden in der Alarmzentrale aufbewahrt und auch die diversen Funktionen dort durchgeführt (z.B. Anlage scharf /unscharf schalten) und protokolliert (Daten des Ereignisprotokolls). Nur dem Wachdienst (Alarmcenter / Monitoringcenter) wurden noch diese Daten und Funktionen anvertraut. Aber nicht ohne strengste Auflagen von VDS, VSÖ, ÖZS oder neuerdings der EN. Dies Daten sind also in der beschuss-sicheren, mit USV und Dieselaggregat-stromversorgten 24 x 7 Stunden besetzten Überwachungszentrale mit geprüften Mitarbeitern bestens aufgehoben und geschützt.

Alarmanlagen und Cloud:

Die Kunden und Alarmanlagendaten werden irgendwo, in einem anderen Land, vielleicht sogar außerhalb der EU auf „irgendwelchen Servern“, die „irgendwo“ stehen, auf die „irgendwer“ Zugriff hat gespeichert. Bei der neuen Jablotron-Cloud z.B. irgendwo in Tschechien – Na ich hoffe Sie sind jetzt beruhigt ;-)

Wie wird die Zukunft:

Überholen – wiedereinmal – die technischen Möglichkeiten jede Art des Sicherheitsdenkens und der Sicherheitszertifizierung? Ist die Cloud schon ein Thema bei VSÖ, EN-Norm oder bei der WKO (die gerade eben erst zum Thema IP in der Alarmübertragung aktiv wurde und das NGN-Problem erkannt hat?) Was sagt die Datenschutzkomission dazu? Werden sich die Kunden von den Annehmlichkeiten von Clowd-Diensten bei Alarmanlagen blenden lassen, oder Hausverstand einsetzen?

Also: ready4cloud ? Ich freue mich – wie immer – über Euro Kommentare zu diesen provokanten Fragen.