Artikel mit dem Stichwort ‘Digitaltelefon’

Alarmübertragung über „Telefone“ von Kabelbetreibern – Sinn oder Unsinn?

In diesem Blog möchte ich über die Sinnhaftigkeit und Sicherheit der Alarmübertragung über „Telefonanlagen“ die von Fernseh / Internet-Kabelbetreibern zur Verfügung gestellt werden, diskutieren.

Was sind „Telefonanlagen“ von Kabelbetreibern?

Früher wurden Kabelanschlüsse ausschließlich für Kabel-Fernsehen genutzt. Durch die Umstellung auf Glasfaser wurden auch andere Dienste, wie Breitband-Internet möglich. Meist wird auch ein sogenanntes Digitaltelefon angeboten. Dieses ist mit dem Kabelmodem verbunden. Man hebt ab, hört wie beim Analogtelefon einen ( „gefakten“ / künstlich hergestellten) Freizeichenton, wählt am Telefon eine Nummer und ist verbunden. Es kommt die sogenannte „Voice over Broadband“ – Technologie (Einsatzform von VOIP-Voice over IP) zum Einsatz. Die Verbindung wird nicht über das öffentliche Internet, sondern über das eigene Kabelnetz des Providers bis zur Vermittlungsstelle, die dann in das öffentliche Telefonnetz verzweigt, hergestellt.

Was ist der Unterschied zur Alarmanlage an der „normalen“ PSTN-Analogleitung?

Man könnte jetzt eine Alarmanlage mit ganz normalen analogen Wählgerät mit dem Digitaltelefonanschluss  verbinden. Hier sollte man sich aber über diverse Nachteile klar sein (die können auch pro Kabelprovider variieren):

  • Stromausfall: Dies macht einer Alarmanlage (Akku) nichts aus, ebenso einer Analogleitung, die Eigenstromversorgt ist. Das Kabelmodem, an dem das Digitaltelefon hängt, benötigt aber Stromversorgung. Bei Stromausfall geht also auch kein Alarm durch.
  • Verfügbarkeit: Einige Kabelprovider spielen in der Nacht Updates in das Kabelmodem ein, zu dieser Zeit funktioniert das Digitaltelefon nicht. …
  • Technisch gesehen keine optimale Lösung: Erstens wurden die Frequenzgänge für die Sprachtelefonie und nicht für die Bedürfnisse der Datenübertragung optimiert, dies kann zu Fehlübertragungen führen. Außerdem: Wenn schon Alarmübertragung über das Internet, dann mit einer für den TCP/IP Übertragungsweg zertifizierten TCP/IP Anlage mit GSM Zweitweg und nicht über ein Analoges Wählgerät.

 

Meine Meinung und Fazit: Hände weg von solchen „getricksten Lösungen“ und Verwendung von guten IP-Alarmanlagen, bei denen man auch die Vorteile der neuen Technik (Polling, Video, Bilder) usw. nutzen kann. Siehe auch http://www.securitas-blog.at/tcpip-in-der-alarmubertragung/

Schreibt einfach einen Kommentar zu meinem Blog, wenn Ihr (gute Argumente habt) und anderer Meinung seid! ;-)