Artikel mit dem Stichwort ‘Neues Baurecht Kärnten’

Rauchmelder ab Oktober 2012 in Kärnten Pflicht

Hallo liebe Leser. Gestern habe ich ein Thema über Feuerlöscher und Rauchwarnmelder verfasst.  Das Bundesland Kärnten übernimmt nun eine führende Rolle beim Thema „Brandschutz im Privathaushalt“ und will entsprechende Vorschriften ab 1. Oktober 2012 gesetzlich verankern.

In allen Neubauten muss es ab 1. Oktober Rauchmelder geben. Bis 30. Juni 2013 müssen bestehende Wohnungen entsprechend ausgerüstet sein. Allein in Kärnten sind seit Anfang dieses Jahres fünf Menschen durch Wohnungsbrände ums Leben gekommen“, sagt Dietmar Schreier, Leiter der Abteilung Feuerpolizei und Brandverhütung im Landesfeuerwehrverband Kärnten. Um solchen Unglücken in Zukunft vorzubeugen, hat der Kärntner Landtag neue Richtlinien zur Brandverhütung erlassen.

Neues Baurecht

Mit 1. Oktober bekommt Kärnten ein neues, für Österreich vereinheitlichtes Baurecht. Dieses besagt unter anderem, dass in allen Neubauten Rauchwarnmelder anzubringen sind. Und zwar in jedem Aufenthaltsraum, außer in der Küche sowie im Flur. Der Kärntner Landtag geht sogar einen Schritt weiter als der Rest Österreichs: Diese Regelung soll auch auf bestehende Wohnungen angewendet werden. Bis 30. Juni 2013 müssen in allen Kärntner Haushalten Rauchwarnmelder installiert sein. „Durchschnittlich werden vier Melder pro Wohnung benötigt“, sagt Robert Laßnig, Vorsitzender der Landeskommission für Brandverhütung Kärnten. Auf 239.000 Haushalte hochgerechnet sind das mehr als eine Million Geräte.

Ein Melder kostet zwischen fünf und 40 Euro. Die Kosten müssen die Vermieter tragen. Unterschiede liegen in der Lebensdauer und den Intervallen, in denen sie geprüft werden müssen. Schreier empfiehlt, vor den teureren Modellen nicht zurückzuschrecken: „30 Euro sind es wert, wenn man dann nicht wöchentlich, sondern nur ein Mal in zehn Jahren die Melder testen und die Batterie wechseln muss.“

Die Wirksamkeit dieser Vorschrift zeige sich am Beispiel anderer Länder, sagt Schreier. „In Ländern wie Schweden, in denen Rauchmelder im Haushalt seit Jahren Standard sind, ist die Zahl der Toten bei Bränden um mehr als 50 Prozent zurückgegangen.“ Bei einer Nicht-Einhaltung der Vorschriften drohen den Verantwortlichen ernste strafrechtliche Konsequenzen. Herr Laßnig appelliert aber lieber an den gesunden Menschenverstand: „Jedes Leben, das wir durch die Installation eines Rauchmelders retten können, ist unbezahlbar und sollte jeden Aufwand wert sein.“

Zuletzt geändert am: 26 Aug 2012 um 11:16:01 / Veröffentlicht von Team Brandschutzforum Austria (esweb) am 26 Aug 2012

Also wir sehen wie wichtig der Brandschutz nicht nur in Betrieben und Öffentlichen Gebäuden, sondern auch  im privaten Bereich geworden ist. Ich finde die Entwicklung gut – einen früh entstehenden Brand zu erkennen und Menschenleben zu retten kann nie falsch sein. Ich bin auf eure Meinungen sehr gespannt.

Euer Brandschutzexperte