Wer schützt eigentlich die Hofburg?

Wer schützt eigentlich die Hofburg?

Langjährige Partnerschaft mit Securitas

In der Nacht auf den 27. November 1992 brannte die Wiener Hofburg – die Redoutensäle wurden zerstört, Nationalbibliothek, Präsidententrakt und Schatzkammer blieben knapp verschont, die Lipizzaner mussten kurzfristig in Sicherheit gebracht werden. Die Ursache des Feuers ist bis heute ungeklärt.

Um einer erneuten Katastrophe vorzubeugen, wird die Hofburg von der Betriebsfeuerwehr Burghauptmannschaft Österreich rund um die Uhr betreut. Die Aufgabe, eines der größten historischen Gebäudekomplexe der Welt mit 18 Trakten, 54 Stiegen, 19 Höfen und 2.600 Räumen vor Feuer zu schützen, bringt ganz besondere Herausforderungen mit sich.

Seit 2008 zeichnet SECURITAS für die 28 Mann starke Betriebsfeuerwehr Burghauptmannschaft Österreich verantwortlich. Begonnen wurde die Partnerschaft allerdings schon viel früher im Jahr 1998 – damals noch mit einem relativ kleinen „Lösch- und Erkundungstrupp“.

Heute sorgen sechs Mann im Schichtbetrieb für den vorbeugenden Brandschutz:

  • Unterweisung der Mitarbeiter der einzelnen Stellen in Brandschutz und erster Löschhilfe
  • Stellung der Brandsicherheitswachen  
  • Regelmäßige Kontrollen
  • Abschalte-Freigaben für Brandmeldeanlagen

 

Mehr als 400 Wandhydranten, 27 Hydranten auf dem Gelände, 10.000 automatische und nichtautomatische Melder, sechs Gaslöschanlagen und eine Sprinkleranlage im Kongresszentrum unterstützen das Betriebsfeuerwehrteam.

Michael Sack, seit 2012 Kommandant der Betriebsfeuerwehr Hofburg zeigt sich seiner Verantwortung bewusst:

„Das Schwierige an diesem Gebäudekomplex ist die vorliegende Mischung der Nutzung. Die Gebäude aus den unterschiedlichsten historischen Epochen werden teils staatspolitisch, museal oder als Büro- bzw. Veranstaltungsräumlichkeiten genutzt. Entsprechend der jeweiligen Nutzungsform sind die Gebäude technisch hochgerüstet und mit brandschutztechnischen Anlagen bestückt.“

Im Alarmfall ist das Betriebsfeuerwehrteam als Schnelleingreiftruppe zur Brandbekämpfung tätig: „In  sind wir bei einem ausgelösten Melder. Das schafft man nicht, wenn man nicht täglich in den Winkeln des Gebäudes tätig ist“, betont Sack.