427km zu Jablotron nach Tschechien gereist…

427km zu Jablotron nach Tschechien gereist…

Warum kann man bei Jablotron Alarmanlagen 2 IP-Adressen eingeben, aber keine 2 Empfangsserver ohne Pollingprobleme betreiben?

Um dieser Frage (nach vieler ergebnisfreier Hin- und Her-Mailerei) auf den Grund zu gehen fuhren Herr Mag. Harrer (Manager Securitas Alarmcenter) und ich am Mittwoch, den 27 März 2013 von Wien zu der Firma Jablotron in Tschechien, nahe der polnischen Grenze.

Worum geht es genau:

Hohe Verfügbarkeit in der Leitstelle bedeutet für mich, dass jeweils 2 Empfangszentralen / Empfangsserver des gleichen Typs gleichzeitig (redundant) laufen. Nur so kann garantiert werden, dass der Kunde immer mit der Leistelle verbunden ist, auch bei Wartungsarbeiten, Neustart eines Servers und dergleichen. Bei Jablotron-Alarmanlagen ist es nicht nur möglich 2 IP-Adressen für eine redundante Leitstelle, so wie das Securitas-Alarmcenter einzugeben, man könnte sogar noch eine Leitstelle, mit wieder 2 unterschiedlichen IP-Adresse eingeben, das macht 4 IP-Adressen – klasse Sache. – würde man denken ;-)

Funktioniert das auch? Übernimmt dann der zweite Server auch, wenn der erste Server ausfällt?

Ja, das funktioniert perfekt, ist der erste Server (wenn auch nur für ein paar Sekunden nicht erreichbar) übernimmt der 2.Server.

Fein, was gibt es dann zu meckern?

Nun, der Teufel steckt (wie immer) im Detail oder anders gesagt auch im Polling. Sobald der erste Server wieder online geht, geht ihm das Polling der Anlagen ab, die sich in der Zwischenzeit mit Server Nummer 2 verbunden haben. Somit werden massenweise Pollingfehler produziert…

Wie könnte man das Problem lösen?

Das Problem entsteht dadurch, dass die 2 Server nicht „miteinander reden“, also kein Abgleich stattfindet (Ob Über netzwerk oder ganz einfach mit einer seriellen Kabelverbindung wär mir egal) und die Server bemerken, wer gerade welchen Alarmkunden übernommen hat.

Tritt das Problem nur bei Jablotron Servern auf?

Nein, IRIS-Server und VDS2465-S2 Maschinen managen diese Problematik sehr gut, aber bei z.B. Siemens SPC haben wir derzeit noch das selbe Problem.

Über den Besuch bei Jablotron:

Wir trafen Thomas Podolski (Country Manager DACH) und den Business Development Director Rene Gubancok.

Jiri-Flip-Jablotron

Jiri Zarybnicky
(ARC Support Specialist) der jedem Leitstellenbetreiber international gut bekannt ist, zeichnete auf einem Flipchart die Problematik auf.

Wir taten unser Bestes die Wichtigkeit von redundanten Servern zu argumentieren. Rene war erst der Meinung, dass wir da eine Speziallösung für Österreich wollten, da andere Monitoringsstations zwar angefragt hatten, ob redundanter Betrieb möglich wäre, aber das Thema nicht so gewichtet und hartnäckig verfolgt hatten.

Was kam dabei raus?

Jablotron überlegt jetzt, die Verbindung zwischen den 2 PC 350 Servern herzustellen, damit ein abgleich der internen Tabellen möglich ist. Das Securitas AC Österreich würde sich für die Tests zur Verfügung stellen. Was der Spaß kosten wird wissen wir (noch) nicht… ;-) Die Realisierung dürfte aber nicht so schwierig sein, da PC350 in letzter Zeit wegen den Cloud-Funktionalitäten in diese Richtung (weiter)entwickelt wurde…

Zum Thema Cloud

Jablotron war es natürlich auch wichtig in einer Präsentation ausführlich auf die Jablotron Cloud einzugehen… Die Idee dahinter ist gut, unsere Bedenken personenbezogene Daten und Alarmcodes von Österreichischen Kunden auf irgendeinem tschechischen Server der „irgendwo“ steht herumkugeln zu lassen, haben wir geäußert… ´(Siehe dazu auch mein BLOG-Beitrag über Alarmanlagen und die Cloud ) Eine Führung durch den Standort und die einzelnen Entwicklungsabteilungen war hoch interessant und rundete den Besuch ab.

Ich halte Euch bezüglich dem Thema weiter am Laufenden… in wie weit I-Alarmsysteme, Hi-Systems in Neulengbach und Bradavka die Cloud in Österreich bewerben werden bleibt abzuwarten…

Zusatzinfo:

www.securitas-blog.at/gunstig-und-verlasslich-oasisjablotron-uber-tcpip/